Gene Key No. 42

Sie ist eine Meister im Loslassen, denn sie hat gemerkt, je fester sie Dinge versucht an sich zu binden, um so eher schreitet das Leben ein und sie wird enttäuscht. Das heißt nicht, dass sie vorsichtig ist. Genau umgekehrt ist es. Sie taucht ein ins Leben und ihre Gefühle und stürzt sich mit ganzen Herzen in die Dinge. Sie commitet sich zu 100 Prozent, vertraut dem Leben, welches die Richtung vorgibt.

Sie fließt mit dem Leben, gleicht Stöße aus, durchwandert damit Schicht für Schicht die Orte, wo sie noch Kontrolle ausübt, wo Ängste vorhanden sind bzw wo Begierden sie leiten. Bis sie schließlich das Tor durchschreitet. Das Tor der Annahme der eigenen Sterblichkeit und Widrigkeiten.

Sie reist mit der Zeitstruktur des Universums, lässt sich auf Ebbe und Flut ein, durchlebt Leiden und Missgeschicke, feiert jeden einzelnen Moment ihres Leben. Am Lagerfeuer sitzend, teilt sie mit anderen ihre Geschichten und ihre Erfahrungen. Sie lässt alles los und reist dann mit kleinen Handgepäck weiter zur nächsten Schicht. Denn sie ist auf eine langen, spannenden und fröhlichen Reise zum Ort, wo sie gänzlich erwacht.

Impulse aus dem Tierreich

Die Reisende am Fluss

Angst vor dem Tod,
Angst vor dem Verinnen der Zeit,
katapultiert dich aus dem Hier und Jetzt.
Du bist unfähig loszulassen,
hast Angst vor Veränderung.

Alles soll so bleiben wie du es gewohnt bist.
Nichts soll zu Ende gehen,
Die Zukunft in eine Form gepresst,
genau so soll es werden –
das kann nur in Enttäuschung enden.

Die Erwartung lässt uns Glauben,
dass die Zukunft etwas besseres bereit hält,
als die Gegenwart uns bietet.
Dass wir dort mehr haben,
von dem, wo wir glauben, zu wenig zu besitzen.

Doch irgendwann wächst das Vertrauen ins Leben,
in den Plan, in die Choreografie,
dass alles zu unserem Besten passiert.
Dass Missgeschicke und Leiden,
dazu dienen, eine Evolution anzuzetteln.

Immer öfter nimmst du den Platz am Fluss ein,
beobachtest das Drama,
ohne darauf zu reagieren.
Du lässt dich auf die Gezeiten ein,
auf Ebbe und Flut.

Du lernst mit deinen Erwartungen umzugehen,
sie zu erkennen,
nicht anzuhaften,
sondern öffnest dein Herz,
gibst Kontrolle ab.

So arbeitest du dich Schicht für Schicht,
durch deine Ängste,
deine Kontrollzwänge,
deine Begierden.
Eine lange Reise.

Die Reise verlangt von dir,
dass du tief eintauchst ins Leben,
dich dem Leben voll hingibst,
dich deinen Gefühlen voll auslieferst,
dem Leben vertraust.

So wirst du ein Meister im Loslassen,
fließt mit dem Universum,
gleichst Windstösse aus,
durchschreitest das Tor,
der Akzeptanz deiner Sterblichkeit.

Fortan feierst du jeden einzelnen Moment,
machst aus deinem Leben ein Kunstwerk,
kannst herzhaft über dich lachen,
feierst das Schöne, wie Schmerzende,
lebst den Himmel hier auf Erden.

Du sitzt wieder mal am Fluss,
siehst jetzt jedoch keine einzelnen Wirbel mehr,
sondern das große Ganze,
alles verschmilzt im Weitblick,
Ruhe und Zeitlosigkeit kehren ein.

Schatten – Erwartung

Du identifizierst dich mit den Charakteren und den Dramas und lebst die Vorstellung, dass die Zukunft etwas besseres bereit hält, als die Gegenwart dir bietet.

Gabe – Losgelöstheit

Mit dem Leben zu fließen, ihm zu vertrauen, Stöße auszugleichen, mit seiner Sterblichkeit sich anfreunden, das sind Teile der Losgelöstheit. Schicht für Schicht arbeitest du dich durch deine Ängste, deine Orte der Kontrolle und Begierden.

Siddhi – Feier

Du feierst das Leben und jeden einzelnen Moment darin, die Guten, wie die Leidensmoment und kannst tief aus dir heraus darüber lachen, wie tief du bisher geschlafen hast.

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