Entflohen aus dem Gefängnis des Opferdaseins, fließt der Künstler des Wu Wei’s mit seinem Dharma (Lebensfluss) dahin. Losgelöst, schwelgt er im Nichtstun. Das heißt nicht, dass er nur in der Hängematte liegt, aber er untergräbt sein tägliches Tun nicht mit Erwartungen, Druck und dem Versuch zu wachsen.
Er weiß, dass er alles verkaufen, als Eremit leben, spirituell perfekt werden könnte und dennoch niemals die Freiheit gewinnen würde. Denn diese findet er in sich, indem er sich erlaubt so zu sein, wie er ist, mit all seinen menschlichen Schatten. Indem er dem Leben erlaubt, die Choreografie zu manifestieren, die seine Seele schon vor seiner Inkarnation zugestimmt hatte.
Er fließt, er erlaubt, er schaut zu, er wartet, er lässt sich treiben, er spielt, er akzeptiert und vor allen Dingen liebt er. Sich selber, andere, das Leben an sich und das Spiel, in welchem er, eine Spielfigur des Kosmos darstellt. Er lebt sein Leben als Homo Sapiens, mit all den Fallen und Kerben, die eben dazu gehören. Vorallen Dingen genießt er sein Leben in vollen Zügen, auch in schwierigen Zeiten, lacht er über seine Missgeschicke und steht nach jedem Fall, wieder auf und öffnet sein Herz.
Impulse aus dem Tierreich

Freiheit
Ständig im Außen,
suchst du nach Gründen,
für dein emotionales Hoch,
oder deinem Tief.
Du jagst hinter der Freude her,
und tritt diese nicht ein,
suchst du im Außen nach Schuldigen,
klagst an und jammerst.
Deine Sehnsucht, diese emotionalen Hochs zu halten,
wird zu deiner speziellen Sucht.
Du benützt die Spiritualität,
um dich von deinen Schatten zu befreien.
Dabei wäre wahre Freiheit,
dich so anzunehmen, wie du bist.
Mit all deinen Schatten,
und Besonderheite.
Dem Gefängnis der Maya,
kann man erst entfliehen,
wenn man erkannt hat,
dass man darin gefangen ist.
Der Schlüssel zu diesem Gefängnis,
ist verlernen und vergessen.
Die wahre Freiheit, gründet in der absoluten Leerheit,
abseits von Konzepten und Denkmuster.
Fließe, erlaube, schaue zu, warte,
treibe vor dich hin, spiele, akzeptiere,
aber vor allen Dinge liebe –
dich, dein Gegenüber und das Leben an sich.
Damit stellt sich ein Ende der großen Fragen ein,
kein „Wie?“ oder „Warum?“ mehr.
Ruhig und gelassen,
entfliehst du den emotionalen Dramen.
Du musst nichts verkaufen,
du musst nicht als Eremit leben,
es reicht zu erkennen,
das man nichts tun muss.
Nichtstun und Geduld,
das Tun nicht mit Absichten unterlegen,
Diese schenken dir keine Freiheit.
Die Kunst des Wu Wei’s, könnte dir die Richtung weisen.

Der 55. Key erfordert ein paar zusätzliche Worte von mir. Er ist der einzigste Key der nur zwei Schlagwörter hat. Es gibt keine Unterteilung in Gabe und Siddhi, denn die fließt zusammen. In diesem Key sind sehr, sehr viele Dinge erklärt, die uns heutigen Menschen Angst bereiten. Umweltveränderungen, Krankheiten, Erziehung, unsere Essgewohnheiten. Ich finde dass es in dem Buch „Die 64 Genschlüssel“ so genial beschrieben ist, dass ich davon nichts hier wiedergeben will. Wenn jemand diese Seiten ließt und den Impuls verspürt mit mir darüber zu sprechen – freue ich mich über eine Nachricht.
Schatten – Opferdasein
Du suchst sowohl bei Hochs und Tiefs die Gründe im Außen, klagst an, jammerst, machst Schuldzuweisungen und beraubst dir so deine Energie. Du bist Opfer deines eigenen Dramas.
Gabe & Siddhi – Freiheit
Die Freiheit findest du tief in dir drinnen und die Tür dazu öffnet sich, indem du all deine erlernten Muster und Gedanken vergisst und verlernst. Wahre Freiheit ist absolute Leere. Du vertraust dem Leben komplett, die Frage nach dem Wie und Warum wird überflüssig. Freiheit macht man nicht, Freiheit erblüht im Wu Wei (Nichtstun), sobald wir aufhöhren unser Tun mit Druck, Erwartung und spirituellem Wachstumsversuchen zu unterlegen.
