Am Anfang des Weges dachte ich,
je weiter ich voranschreite, umso mehr verändert sich,
umso verändere ich mich, meine Umgebung,
meine Interaktionen, meine Erfahrungen.
Ich wartete auf Veränderung und dennoch blieb vieles gleich.
Ich sah immer noch meine Erwartungen, mein Versagen.
Erkannte sie, sah sie jedoch von einem anderen Standpunkt aus.
Obwohl sich nicht wirklich was veränderte,
reagierte ich anders darauf.
Was geschah da? Warum erkennen manche,
dass ich losgelassen habe?
Warum sehen manche aber nur die Erwartung,
die ich dennoch hatte?
Warum war die Erwartung überhaupt noch da?
Ich möchte euch ein Bild dalassen.
Einen Berg mit zwei Hochebenen.
Stehst du am Fuße des Berges,
erkennst du nur das Tal, du lebst im Tal der Schatten.
Du kannst dort wohnen und bleiben,
dir wird es an nichts fehlen.
Tief in dir drinnen, wird da aber immer der Wunsch aufflackern,
neue Orte zu erkunden.
Du versuchst lange, den Berg zu umgehen,
bleibst damit aber immer im Tal des Schattens.
Du versuchst, ihn zu bekämpfen,
bleibst damit aber immer im Tal der Schatten.
Du versuchst, mit ihm zu diskutieren, zu überzeugen, er solle weichen,
bleibst damit aber immer im Tal der Schatten.
Erst wenn du erkennst,
dass es darum geht, hinauf zu steigen,
die engen Pfade zu gehen, deine innere Kraft zu nützen,
Schritt für Schritt, deinem inneren Licht entgegenzugehen.
Im vollen Vertrauen, dass du irgendwann oben ankommst,
wird der Berg dir helfen.
Das Universum, der Berg wird dir Hinweise schicken,
dir den Weg weisen, hinauf aufs Hochplateau der Gabe.
Sobald du dort angekommen bist, erkennst du deine Gaben,
die Gaben deiner Mitmenschen,
du erkennst aber auch die Schatten,
du kannst nun beides sehen.
Es hat sich nicht wirklich was verändert,
nur dein Standpunkt.
Wo Leute im Tal der Schatten nur Chaos sehen,
siehst du am Hochplateau der Gabe Innovation.
Wo Leute im Tal der Schatten Erwartungen sehen,
kannst du am Hochplateau Losgelöstheit leben.
Wo Leute im Tal der Schatten Angst haben und Intoleranz leben,
kannst du am Hochplateau Verständnis zeigen.
Du hast einen guten Überblick, du bist der Sonne näher,
du fühlst dich der Natur näher, du bist mehr in deiner Mitte.
Es gäbe da noch einen geheimen Weg zur Siddhi.
Sobald der Berg dir den Zugang gewährt,
kannst du eine noch höhere Ebene erreichen.
Die Siddhi. Nun kannst du alles überblicken.
Du siehst den Schatten, du siehst die Gabe und du lebst in der Siddhi.
Dennoch ist es immer das Gleiche,
nur dein Standpunkt hat sich verändert.
Deine Perspektive. Deine Sichtweise.
Menschen im Tal der Schatten,
können jedoch deine Gaben nicht erkennen,
sie sehen sie nicht und dennoch sind sie da.
Für dich und für alle die bereit waren loszugehen.
