Schattenarbeit

Anfangs dachte ich,
der Schatten muss weg.
Den muss ich überwinden.
Er gehört nicht zu mir.

Ich dachte, ein erleuchteter Mensch,
habe die Schatten, hinter sich gelassen.
So wurde ich immer frustrierter.
Waren die Schatten doch dauernd präsent,
wollten nicht gehen.
Nein sie wurden sogar vehementer,
je mehr ich versuchte sie wegzudrücken.

Ich wollte nicht erziehen,
nicht schreien,
wollte keine Erwartungen haben.
Unterdrückte all das und wunderte mich,
dass es wieder an die Oberfläche ploppte.

So dachte ich lange über dieses Thema.
Bis ich eine Inspiration hatte.
Mir wurde bewusst,
dass der Schatten niemals geht.
Er gehört zu mir,
und jegliches bekämpfen,
raubt mir meine Energie.

Ich lebte in der Dunkelheit.
Dachte wenig über meine Schatten nach,
Unterdrückte sie,
lebte im Opfermodus.
Nur keine Verantwortung übernehmen.

In diesem Nachtmodus,
sieht man seine eigenen Schatten nicht.
Zeitgleich sind überall.
Sie haben den ganzen Raum eingenommen.
Sie machten, aus dem Tag, die Nacht.

Dann kamen so langsam,
die ersten Sonnenstrahlen meines inneren Lichtes,
wie eine aufgehende Sonne und ich war schockiert.
War doch hinter mir ein ellenlanger Schatten.
DER soll mir gehören?

Harte Kost, Annahme, rein in Verantwortung.
Je höher mein inneres Licht stieg,
umso kleiner wurde mein Schatten.
Er überschattet nur mehr Teilbereiche meines Lebens.
Zeigt sich nicht mehr überall. Aber war dennoch da,
dennoch Teil, von meinem Wesen.
Denn ich, bin ich und der Schatten, ist einfach da.

So lernten wir uns kennen,
wir wurden uns vertraut.
Ich erkannte in ihn,
ein unglaubliches Geschenk des Universums.
Ich konnte gewiss sein,
dass mit dem Schatten, eine Aufgabe auf mich wartet.
Wenn ich diese annahm,
würde der Schatten ein schrumpfen,
sich transformieren, mein inneres Licht emporwachsen.

Wird er jemals weg sein?
Nein, da bin ich mir sicher.
In der höchsten Frequenz,
steht mein inneres Licht,
wie die Sonne am Zenit.
Mein Schatten wäre integriert in mir.
Hüpfe ich hoch, wäre er sichtbar unter mir.
Ich wäre über ihn hinausgewachsen.

Ich möchte nicht mehr,
dass mein Schatten weg geht.
Denn je vertrauter wir uns werden,
umso mehr, kann ich ihn lieben,
ja sogar wertschätzen.
Ja man kann sagen,
wir sind Freunde geworden.

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